Wenn Design und Handwerk sich begegnen. bayern design zeigte auf der Internationalen Handwerksmesse, wie sich Design und Handwerk gegenseitig stärken.
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Rund 850 Aussteller aus etwa 50 Ländern präsentierten ihre Produkte auf der Messe, die seit über 75 Jahren zu den wichtigsten Plattformen für Handwerk und Innovation in Europa zählt.
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Das kuratorische Konzept des 150 m² großen Ausstellungstandes war bewusst klar formuliert: Gute Gestaltung beginnt im Kopf. Sie wird greifbar in der Hand. Ihre Wirkung entfaltet sie im Herzen. Handgefertigte Produkte wurden dabei nicht als nostalgische Relikte verstanden, sondern als zeitgenössische Positionen – als Orte, an denen Materialwissen, Gestaltung und technologische Innovation zusammenkommen.
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Die drei Perspektiven »Kopf, Hand, Herz« strukturierten sowohl die Auswahl der Projekte als auch die räumliche Gestaltung. Eine offene Holzarchitektur schuf Atmosphäre und Orientierung zugleich.
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Täglich besuchten über tausend Menschen den Stand – Fachleute aus Handwerk und Kreativwirtschaft ebenso wie Jugendliche auf Berufsorientierung.
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Eine echte Besonderheit: Zu allen Exponaten waren die Designer:innen – und teilweise auch die Handwerker:innen – selbst am Stand. Sie erklärten ihre Projekte, beantworteten Fragen, erzählten Geschichten, die sonst nicht Teil der offiziellen Pressetexte oder Projektbeschreibungen sind.
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Während der Messetage entwickelte sich der Stand zu einem lebendigen Treffpunkt. Das Begleitprogramm mit Kurzvorträgen trug wesentlich dazu bei. Andreas Bunsen beschrieb seine in der Mitte des Standes hängenden Hutschn als »eine Lebenseinstellung – ein Moment der Langsamkeit, der Sorgfalt«. Genau das wurde spürbar, wenn Erwachsene im Messetrubel kurz innehielten und schaukelten.
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Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Zugänge sein können – und wie produktiv ihre Verbindung ist. Der Stand wurde zu einem Ort, an dem nicht nur Projekte präsentiert, sondern auch Ideen weiterentwickelt wurden. Das zeigte sich in spontanen Gesprächen zwischen Designer:innen, Handwerker:innen und Technologieanbietern – etwa beim Austausch zwischen Schreiner Korbinian Gärtner, Designer Simon Vorhammer und Robotikexperte Michael Hartl von Universal Robots.
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Die Ausstellung hat gezeigt, wie vielfältig die Verbindung von Design und Handwerk heute sein kann – von algorithmisch gestalteten Holzoberflächen über robotisch gefilzte Möbel bis zu handgepressten Bausteinen aus Hanf. Dabei wurde deutlich: Handwerk ist nicht nur Tradition, sondern auch ein Feld für Forschung, Materialexperimente und neue Geschäftsmodelle. Design kann dabei helfen, diese Entwicklungen anzustoßen, sichtbar und zugänglich zu machen.
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Und manchmal genügt dafür eine einfache Holzschaukel, auf der Menschen im Messetrubel kurz innehalten – und spüren, was gut gestaltetes Handwerk bedeutet.
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